AUSZEIT! Der Ausstieg aus dem Funktionieren

AUSZEIT! Der Ausstieg aus dem Funktionieren

Deine Arbeit nervt dich an? Du hast keine Ahnung, wofür du jeden Tag auf die Arbeit gehst? Wie dir geht es vielen. Am Abend komplett ausgelaugt und die Sinnhaftigkeit ist schon lange verloren gegangen. Viele Träumen von einer Auszeit oder einem Sabbatjahr und packen den Wunsch dann doch wieder beiseite. 

Lieber halten viele von uns fest an einem Job den sie nicht mögen, an stupider Arbeit, die weder das Herz noch die Seele nährt. Sind gefangen in unseren Mustern, Annahmen, Meinungen, unseren Handlungs- und Denk-Abläufen sowie Gewohnheiten (auch bekannt als die Bausteine unserer “Box”), so dass das Leben steif seinen Bahnen folgt. Wir sind zu wandelnden Zombies geworden, die aus reiner Überlebensangst funktionieren. Wir hängen am Haken…

Funktionieren ist weder gut noch schlecht, doch es limitiert uns und unsere Bestimmung drastisch. Am Haken hängen bedeutet, dass du in den automatischen Reaktivitäten deiner Box gefangen bist. Deine Box ist wie eine mechanische Überlebens-Maschine, die ganz automatisch im Unterbewusstsein dein Leben bestimmt. Wenn du am Haken bist, siehst du keine Alternativen mehr, wie du Leben lebendig, in Fülle und Verbindung gestalten könntest. 

 

Es gibt zwei Arten am Haken zu sein – innerlich und äußerlich.

Innerlich am Haken:

Du bist von deinen eigenen Monolog überzeugt – in technischer Sprache für deine Box: du glaubst deinem eigenen Bullshit. 

Das könnten Geschichten sein wie: “Ich kann meinen Job nicht kündigen, ich brauche das Geld.” oder “Wie sieht denn das im Lebenslauf aus? Die anderen halten mich ja für verrückt.” oder “Ich muss doch an die Kinder denken.” Da ist kein innerer leerer Raum mehr, um aus dem Funktionieren auszutreten und um in andere mögliche Arten des Seins zu wechseln.  

 

Äußerlich am Haken:

Äußere Reize erdrücken dich und du kannst nur noch reagieren – technisch gesprochen: du glaubst dem Bullshit der anderen.

Der automatische Reflex deiner Box zerstört deinen inneren Raum und lässt dir keine Luft um ungewohnte, nichtlineare Verhaltensweisen zu generieren. Stattdessen passt du dich an deinen Chef an, machst die Meinung deiner Umgebung zu deiner eigenen und sagst zu allem Ja, obwohl dein Herz Nein schreit. 

 

So am Haken, handelst wie der oben genannte Zombie und verschwendest deine Zeit mit inneren oder äußeren Streitgesprächen. Du verbringst Abend um Abend wie ausgelaugt vor dem Fernseher. Folgst stupiden Unternehmenszielen, die nicht mit deiner Integrität im Einklang stehen. Oder hast deine Selbstentwicklung für einen höheren Zweck mit ständiger finanzieller Sorge ersetzt und trittst so auf der Stelle. 

An beiden Haken verlierst du Zugang zu deinem inneren Reservoir an Nichts. Dieses Nichts ist die Lücke, der Spalt, zwischen deiner inneren und äußeren Welt und ist die endlos kreative Ressource des Nichtwissens. Diese braucht es, um spontan Optionen zu erzeugen, die vorher noch nicht existiert haben. (“Wissen” hingegen ist Teil der Box und limitiert dich wiederum auf das, was du schon kennst.) 

Dieses Nichts ist dein Ausstieg aus dem Funktionieren. Doch wie in das Nichts kommen und der Bestimmung folgen?

Genauso wie es innere und äußere Haken gibt, an denen wir uns festbeißen können, genauso gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du innerlich und äußerlich wieder Zugang zum Nichtwissen erlangen kannst, um so komplett neue Wege zu beschreiten

 

Experimente für den Ausstieg aus dem Funktionieren hinein in ein lebendiges Sein

Experiment 1 – Lerne “Nichtstun” 

Wenn du aus einer Kultur kommst, die es gewohnt ist Leistung zu bringen und damit “gut genug” zu sein, dann ist “Nichtstun” lernen, alles andere als Zeitverschwendung. Nichtstun wird in westlichen Kulturen meist als negativ angesehen und unser schlechtes Gewissen lässt uns weiter beschäftigt sein. Mit Alltagsdingen. Damit geben wir unserem Sein überhaupt keine Chance, seiner Bestimmung zu folgen. Wir bleiben im Hamsterrad des Funktionierens gefangen. 

Für dieses Experiment reserviere dir einen ganzen Tag. Lege dir keine Termine. Beschäftige dich nicht mit deiner Alltagsroutine. Sondern lausche in die Stille, in deine unendliche Ressource an Nichts. Wenn dich dein Sein dann aus dem Nichts heraus bewegt, dann folge der Bewegung und beobachte wohin es dich führt. Versuche nicht, es zu verstehen oder dem Ganzen einen Sinn zu geben. Erkläre dich niemandem, nicht einmal dir selbst.  

Verbringe deinen ganzen Tag in diesem experimentellen und erfahrungsorientierten Modus. Jedes Mal, wenn dein Verstand versucht, dich zur Vernunft zu bringen oder dir zu sagen, was du zu tun oder lassen hättest, halte einfach inne. Nimm einfach nur wahr. Atme weiter und zentriere dich. Setze dich erst dann wieder in Bewegung, wenn du in dir ruhst und aus deinen Impulsen heraus navigieren kannst, die nicht aus deinem gewohnten Mustern entspringen. 

 

Experiment 2 – Rufe ein Sabbatjahr aus

Wenn du hier in diesem Artikel gelandet bist, weil du bereits mit dem Gedanken gespielt hast eine (berufliche) Auszeit zu nehmen, dann ist das nächste Experiment für dich. 

Sabbatical bedeutet, dass du für ein ganzes Jahr lang nichts, aber auch nichts mehr arbeitest, was nicht dein Herz erfüllt und im Kontext von etwas Größerem steht. Alle Tätigkeiten, die nur dem reinen Überleben deiner Box dienen, deiner Bequemlichkeit, sind tabu. Das mag bedeuten, wenn du in einem Unternehmens-Job bist, sprich mit deinem Chef eine Auszeit ab oder kündige. Wenn du selbstständig bist, kündige dir selbst. 

Dieses volle Jahr wird dich aus deiner Komfortzone katapultieren. Wir alle haben eine Taubheitsschwelle wenn es ums Fühlen geht. In dem Moment, in dem wir uns nicht mehr ablenken und betäuben mit Arbeiten, Fernsehen, Haushalt, Alkohol, kommen wir ins Fühlen. Lass dich von deinen Gefühlen informieren und lenken, immer wieder in den nächsten Schritt. Und es geht auch nicht darum, deine Betäubung-Strategien durch andere zu ersetzen. 

 

Wenn du wissen möchtest, wie du deine Taubheitsschwelle senken kannst, um wieder ins Fühlen zu kommen, lies diesen Artikel “Lebendig fühlen – Der Weg aus der Gefühllosigkeit”.

 

Die große Frage ist: für welche vielen unentdeckten Möglichkeiten möchtest du zur Verfügung stehen? Wie kannst du möglichst ungebunden, verfügbar und aufmerksam genug sein, damit E.C.C.O. dich schnappen und dich entsprechend deinen Fähigkeiten und Spezifikationen dort einsetzen kann, in denen deine Arbeit der Evolution dient? 


E.C.C.O. steht für Earth Coincidence Control Office. Zu deutsch: Büro für die Kontrolle der Erdkoinzidenz (Koinzidenz = Zufall). Zu E.C.C.O kannst du dich hier ausführlich einlesen. 

 

Hab High-Level Fun mit deinen Experimenten! Berichte in den Kommentaren, wie deine Experimente gelaufen sind. Welche Möglichkeiten haben sich für dich aufgetan? Welche Erkenntnisse und Unterscheidungen konntest du gewinnen? 

Herzensgrüße,

Lisa

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